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Krankenhausmarke im Web-Zeitalter

Medizinische Inhalte sind heute umfassend verfügbar, leicht zugänglich und transparent.
Gesundheitsthemen sind kontinuierlich präsent und Patienten zeigen mehr Eigeninitiative zur Gewinnung von (mehr) Sicherheit. Und nicht nur die Junge Generation (Digital Natives) informiert sich fast nur noch digital. Der „Halbgott in weiß“ wird immer mehr in Frage gestellt und  Patienten sind zunehmend verunsichert. Daher werden Marken im Gesundheitswesen immer wichtiger. Versprechen sie doch Sicherheit und eine (zumindest gleichbleibend) hohe Qualität. Eine Marke schafft Vertrauen, gibt ein Qualitätsversprechen und vereinfacht in der Regel die Kaufentscheidung.

 

„Kliniken verpassen Chancen für ein besseres Marketing“. So titelte noch vor kurzem die renommierte Tageszeitung DIE WELT. Und weiter: „Viele Krankenhäuser in Deutschland verspielen die Chance, den wachsenden Wettbewerb für eine Verbesserung ihrer Marktposition zu nutzen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage unter knapp 2000 Kliniken mit mehr als 100 Betten. Danach versenden rund 30 Prozent der Häuser auf Anfrage kein Informationsmaterial und vergeben damit die Möglichkeit, sich als Marke zu profilieren.“ Folgerichtig schlussfolgert die Zeitung: „(...) während vor Jahren die Kranken sich noch damit abfanden, das nächstgelegene Krankenhaus aufzusuchen, so entscheiden sie sich heute nach dem jeweiligen Angebot an medizinischer Versorgung, Ausstattung, freundlichem Personal, Essen und attraktiver Lage. Dafür nehmen die Kranken auch weitere Wege in Kauf.“

 

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers aus dem Jahr 2014 zeigt, dass über 40 Prozent der Deutschen mehr als 50 Kilometer fahren würden, um ein Krankenhaus aufzusuchen, das ihren persönlichen Qualitätsanforderungen entspricht.

 

Weg frei also für den Aufbau einer Krankenhausmarke!

 

So ziehen auch im Bereich der Gesundheit immer mehr Marken ein – gerade im Krankenhausbereich ist die Entwicklung nicht zuletzt mit Blick auf die aktuelle Diskussion um stärkere der Qualität ein wichtiges Element der Kundengenerierung, Kundengewinnung und Kundenbindung. Krankenhausmarken zeigen zum einen die Positionierung der Klinik: „Was können wir besser als andere“ – was können wir besonders gut, was ist unser USP, unser Alleinstellungsmerkmal? Und klären zur kontinuierlichen Gewährleistung des Markenversprechens bzw. Qualitätsversprechens, wie Prozesse organisiert und strukturiert werden müssen. Der Krankenhaus-Patient als Kunde – das erfordert ein konsequentes Einnehmen der Patientensicht (relevante Inhalte, Sprache, Gespräch auf Augenhöhe).

Ziel einer Krankenhausmarke ist aber nicht nur ein „schönes“ Logo, sondern die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens Krankenhaus. Die beste Kommunikation nutzt nichts, wenn die Leistungserbringung und / oder das eigentliche Patientenerlebnis diese nicht wider spiegelt

 

 

Nutzen einer Krankenhausmarke

  • Kundenbindungsfunktion
  • Profilierung
  • Differenzierung
  • Schutzfunktion
  • Wertsteigerung
  • Verhandlungsfunktion

 

 

Starke Marken auch im Krankenhausbereich

Das Internet beschleunigt diese Entwicklung und starke Marken werden profitieren. Die Medizin Marke gewinnt im Zeitalter des Web 2.0 zunehmend an Bedeutung. Die Markenbildung stellt grundlegende Anforderungen an die „Unternehmensführung“, Verhaltensweisen und das Marketing/ Kommunikationsverständnis. Diese Entwicklung ist nach unserer Einschätzung unumkehrbar –  sie ist für „Unternehmen“ mit guten Leistungen  aber nicht als Gefahr, sondern vielmehr als Chance zu verstehen. [Hier könnte nun ein Abbinder stehen: Wir helfen Ihnen dabei, eine Krankenhausmarke erfolgreich auf- bzw. auszubauen und in der digitalen Welt „zu verankern“. Nutzen Sie unsere Expertise und unseren Erfahrungsschatz und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.

 

 

Die Herausforderung durch Doktor Google

Warum die Marke in der Gesundheitswirtschaft an Relevanz gewinnt

Das Internet hat sich als zentrale Informationsplattform für Gesundheitsthemen etabliert: Für Patienten, für Angehörige, für Ärzte, für Krankenhäuser, für Krankenkassen, für Hersteller – für alle Branchenmitglieder. Die Unsicherheit der Patienten ist dennoch hoch und die Gesundheitswirtschaft sollte die Chance nutzen durch den Aufbau und das konsequente Führen von Medizin Marken den aktuellen und zukünftigen Patienten Sicherheit, Vertrauen und Orientierung zu geben und das ganze Unternehmen auf die Marke auszurichten.

 

 

 

„Doktor Google“ ist Realität

Die Umwälzung ist radikal. Früher war der Arzt der „Halbgott in weiß“, heute ist er ein Dienstleister wie jeder anderen, dessen Meinung auch in Frage gestellt wird.

Die Wissenslücke zwischen Patient und Arzt ist mit Hilfe des Internets deutlich geschrumpft. Patienten holen sich heute Zweit- und Drittmeinungen ein, „Doktor Google“ sitzt bei vielen medizinischen Fragen mit am Tisch. Das mag man begrüßen, oder beklagen – je nach Perspektive.

„Self Care“, eine aktuelle Studie des GfK-Vereins vom März 2014 belegt, dass das Internet als Informationsquelle für Gesundheitsthemen in vielen Ländern auf Platz eins liegt. Mit einem deutlichem Vorsprung vor Familie, Freunden, Bekannten, Zeitschriften, Fachbüchern und Arzt, bzw. dem Krankenhaus.

Dabei recherchieren mittlerweile alle Altersgruppen medizinische Themen im Internet. Die Studie des GfK-Vereins zeigt sogar, dass die Gruppe der 50-65-Jährigen am intensivsten nach Gesundheitsthemen im Web sucht.

Fazit: Das Internet ist die neue Realität in der Gesundheitsbranche. Die Branche muss sich darauf einstellen

 

 

 

Die Folgen für die Markenführung im Gesundheitsmarkt

Die Präsenz des Netzes in allen Medizinfragen hat Folgen, denn die Patienten sich verunsicherter denn je. Sie suchen nach Sicherheit, Vertrauen und Orientierung, klassische Funktionen einer Marke. Starke Marken helfen in der allgegenwärtigen Informationsflut und vereinfachen den „Kaufentscheidungsprozess“.

Damit ist die Medizin Mark letztendlich direkt oder indirekt ergebniswirksam.

Dazu ist es notwendig, dass zunächst ein Bewusstsein für Marke geschaffen wird. Die Gesundheitsbranche braucht genau den gleichen Transformationsprozess, den andere ehemals stark reglementierte Branchen seit einigen Jahren bereits durchlaufen und – nebenbei bemerkt – noch nicht abgeschlossen haben. Dazu bedarf es einer Einstellungs-Änderung.

Es reicht nicht mehr aus, auf den Patienten zu warten und fest daran zu glauben, dass sich die Dinge so fortsetzten werden wie in den vergangenen Zeiten. Aus „Fällen“ werden „Kunden“, um die geworben werden muss. Der moderne Gesundheitsmarkt erwartet nicht mehr eine halbbehördliche Institution der medizinischen Versorgung sondern einen modernen Dienstleistungs-Anbieter. 

 

 

 

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